Zeiterfassung Aktualisiert 17.7.2026 · 15 Min.

Einsatzplanung Eventagentur: Dein digitaler Guide 2026

Der Guide zur optimalen einsatzplanung eventagentur für 2026! Digitalisiere Prozesse, Freelancer & Zeiterfassung DSGVO-konform und steigere deine Effizienz.

Du sitzt wahrscheinlich gerade vor drei offenen Excel-Dateien, zwei WhatsApp-Gruppen laufen heiss, und irgendwo fehlt noch die Rückmeldung von den Leuten für Samstagabend. Dann meldet sich eine Hostess krank, der Kunde hat die Gästezahl angepasst, und plötzlich passt dein ganzer Plan nicht mehr. Genau so kippt Einsatzplanung in Eventagenturen vom normalen Tagesgeschäft in blankes Improvisieren.

Das Problem ist selten der Wille im Team. Das Problem ist das System. Sobald Verfügbarkeiten, Qualifikationen, Einsatzorte, Schichtzeiten und Lohnvorbereitung in getrennten Listen landen, verlierst du Übersicht. Und sobald Übersicht fehlt, wird jede kleine Änderung teuer, laut und fehleranfällig.

Wenn du deine Einsatzplanung Eventagentur sauber aufsetzen willst, musst du den ganzen Ablauf neu denken. Nicht nur den Schichtplan. Gemeint ist der komplette Weg von der ersten Bedarfsanalyse bis zur Übergabe an die Lohnabrechnung, inklusive Freelancer-Pool, Datenschutz und Arbeitszeitregeln.

Meta-Beschreibung: Du willst deine chaotische Einsatzplanung in der Eventagentur aus Excel und WhatsApp holen? Hier siehst du, wie du Verfügbarkeiten, Schichten, Freelancer, Arbeitszeitregeln und Lohnvorbereitung sauber digital organisierst.

Inhaltsverzeichnis

Warum deine Excel-Tabelle nicht mehr ausreicht

Am Montag planst du noch entspannt ein Corporate Event. Am Mittwoch ist dieselbe Datei schon überholt. Zwei Leute sind doch nicht verfügbar, ein Kunde will einen zusätzlichen Check-in, und die Teamleitung fragt nach, wer eigentlich den Materialtransport übernimmt. Genau in diesem Moment zeigt Excel seine Grenze.

Excel kann Listen speichern. Excel kann aber nicht sauber abbilden, wer wirklich verfügbar ist, wer welche Qualifikation hat und wer für einen bestimmten Einsatz schon angefragt oder bestätigt wurde. Viele Agenturen kompensieren das mit Messenger-Nachrichten, Telefonaten und Notizzetteln. Das funktioniert so lange, bis parallel mehrere Events laufen.

Ein typischer Fall aus dem Agenturalltag: Du planst ein Food-Festival mit mehreren Zonen. In deiner Tabelle steht, wer schon einmal an der Kasse gearbeitet hat. Was fehlt, ist der aktuelle Stand. Wer hat an dem Wochenende schon einen anderen Einsatz? Wer will lieber Spätschichten? Wer braucht noch eine Einweisung? Du springst zwischen Excel, E-Mail und WhatsApp hin und her und hoffst, dass niemand auf einer alten Version arbeitet.

Du merkst den Systemfehler meist nicht beim Planen, sondern dann, wenn kurzfristig etwas ausfällt.

Bei einer strukturierten digitalen Planung sieht derselbe Tag anders aus. Verfügbarkeiten liegen an einem Ort, Qualifikationen sind aktuell, Einladungen gehen dokumentiert raus, Zusagen landen direkt im System. Wenn jemand absagt, suchst du nicht mehr im Chatverlauf, sondern filterst deinen Pool nach passenden Leuten.

Wer den Wechsel aus dem Tabellenmodus ernsthaft angehen will, findet in diesem Beitrag über den Umstieg von Excel auf professionelle Schichtplanung eine passende Einordnung. Der Punkt ist simpel: Excel ist nicht zu klein für Events. Excel ist zu blind für laufende Änderungen.

Rollen zuerst, Namen später

Viele Planungsfehler entstehen nicht bei der Personalsuche, sondern viel früher. Du schreibst „6 Service, 2 Hostessen, 1 TL“ in die Datei und glaubst, der Bedarf sei geklärt. Ist er nicht. Hinter jeder Rolle steckt eine andere Aufgabe, ein anderer Druckpunkt und oft auch eine andere Anforderung.

Bei einer Konferenz brauchst du eher feste Posten. Akkreditierung, Saalbetreuung, Garderobe, Gästelenkung. Bei einem Festival brauchst du mobile Teams, Springer, Materialläufer und Leute, die mit unruhigen Situationen klarkommen. Wenn du diese Rollen nicht trennst, suchst du später zu allgemein und besetzt zu unscharf.

Grundlagen schaffen für eine saubere Einsatzplanung

Bevor du ein Tool auswählst, brauchst du Ordnung in der Logik deiner Planung. Sonst digitalisierst du nur das alte Chaos. Eine saubere Einsatzplanung Eventagentur beginnt nicht im Kalender, sondern bei Rollen, Abläufen und klaren Zuständigkeiten.

Für grosse Events sollte die erste Bedarfsanalyse mindestens drei bis sechs Monate vor dem Veranstaltungstag beginnen, bei kleineren Veranstaltungen reichen oft vier bis sechs Wochen, um Personalengpässe zu vermeiden. Das ist im Beitrag zu Event-Staffing ohne Engpässe klar benannt. In der Praxis merkst du den Unterschied sofort. Wer zu spät startet, plant nicht mehr, sondern reagiert nur noch.

Eine Infografik mit vier Schritten zur systematischen Einsatzplanung für Personal in einer Eventagentur oder bei Veranstaltungen.

Rollen zuerst, Namen später

Stell dir zwei Aufträge vor. Einmal eine Konferenz in einem Kongresszentrum. Einmal ein Open-Air-Festival auf einem weitläufigen Gelände. Wenn du beide mit derselben Rollenliste planst, bekommst du Probleme.

Bei der Konferenz arbeitest du mit festen Positionen. Empfang, Garderobe, Saaleingang, Stage Support. Du willst Leute, die zuverlässig auf einem Posten bleiben, freundlich auftreten und genaue Briefings umsetzen.

Beim Festival brauchst du bewegliche Strukturen. Einlass, Bändelausgabe, Bar, Runner, Springer, Teamleitung je Bereich. Dort zählt nicht nur Erfahrung, sondern auch Belastbarkeit, Funkdisziplin und die Bereitschaft, kurzfristig den Bereich zu wechseln.

Mach deshalb vor jeder Personalsuche eine Rollenmatrix.

  • Teamleitung: Wer führt vor Ort, wer entscheidet bei Ausfällen, wer hält Kontakt zum Kunden.
  • Fachrollen: Kasse, Bar, Technikassistenz, Check-in oder Logistik. Diese Rollen brauchen klar benannte Kenntnisse.
  • Springer: Diese Leute schliesst du nicht „irgendwo“ ein. Du reservierst sie bewusst für Lücken, Lastspitzen und Wegezeiten.
  • Backoffice am Eventtag: Jemand muss Umbuchungen, Rückfragen und Nachfassaktionen steuern, statt selbst im Funkchaos unterzugehen.

Praxisregel: Erst wenn jede Rolle beschrieben ist, suchst du die passenden Namen dazu.

Der Ablauf muss vor dem ersten Telefonat stehen

Viele Agenturen starten mit der Abfrage und definieren den Ablauf erst später. Das rächt sich fast immer. Du brauchst einen festen Prozess, der bei jedem Event gilt, egal ob Hochzeit, Messe oder Sportveranstaltung.

Ein schlanker Ablauf sieht so aus:

  1. Eventprofil anlegen
    Erfasse Art des Events, Ort, Dauer, erwartete Besucherzahl und besondere Risiken. Das ist wichtig, weil Format, Gelände und Dauer den Bedarf direkt beeinflussen.

  2. Rollen und Schichten festlegen
    Teile nicht nur Stunden ein, sondern Zuständigkeiten. „Freitag Aufbau“ reicht nicht. Besser ist „Aufbau Check-in Zone A“, „Materialannahme“, „Abbau Bühne klein“.

  3. Qualifikationen hinterlegen
    Wer darf an die Kasse? Wer kennt VIP-Gästehandling? Wer spricht Englisch oder Französisch? Ohne diese Angaben suchst du später ins Blaue.

  4. Freigaben klären
    Wer darf Leute anfragen, umbuchen oder Schichten bestätigen? Wenn das unklar ist, verspricht jemand Personal, das ein anderer schon verplant hat.

Eine kleine Tabelle hilft oft mehr als eine lange Beschreibung:

EventtypTypische StrukturHäufiger Fehler
Konferenzfeste Posten, klare Übergabenzu wenig Reserve am Check-in
Festivalmobile Teams, Springer, BereichsleitungenWegezeiten und Ausfälle zu knapp geplant
MesseAufbau, Laufzeit, Abbau in Blöckengleiche Leute für alle Phasen eingeplant
Hochzeitkleine Teams, hohe ServiceerwartungBriefing und Dresscode zu spät kommuniziert

Wenn dieser Unterbau steht, wird die spätere Planung ruhiger. Du musst nicht bei jedem Auftrag neu diskutieren, was „Service“ eigentlich bedeutet. Das System weiss es bereits.

Deinen Personalpool digital aufbauen und managen

Der Unterschied zwischen Stress und Kontrolle zeigt sich meist nicht im fertigen Schichtplan, sondern im Personalpool dahinter. Wenn du dort sauber arbeitest, wird auch die kurzfristige Besetzung ruhiger. Wenn der Pool chaotisch ist, hilft dir auch das schönste Planungsboard nicht weiter.

Eine personelle Reserve von 10 bis 15 % gilt als nötiger Puffer für ungeplante Ausfälle. Gleichzeitig ist die unstrukturierte Abfrage per WhatsApp eine bekannte Schwachstelle, weil sie oft zu Missverständnissen und Planlücken führt, wie im Beitrag zur Personalplanung im Eventbereich beschrieben wird.

Screenshot from https://job.rocks

Was bei WhatsApp und E-Mail schiefläuft

Du kennst die Szene. Krankmeldung um 06:40 Uhr. Einsatzstart um 09:00 Uhr. Jemand schreibt in die Gruppe: „Wer könnte heute einspringen?“ Dann kommen Reaktionen, halbe Zusagen, Rückfragen zum Einsatzort und irgendwann meldet sich jemand, der zwar Zeit hat, aber gar nicht für die Aufgabe passt.

Das Problem ist nicht nur die Geschwindigkeit. Das Problem ist die fehlende Struktur.

  • Verfügbarkeit ist unklar: „Kann wahrscheinlich“ ist keine belastbare Zusage.
  • Qualifikation fehlt im Blick: Du suchst nach Tempo und vergisst, wer die Rolle überhaupt kann.
  • Antworten versanden: Private Chats, Gruppenchat und Telefon landen an drei Orten.
  • Änderungen sind nicht dokumentiert: Später weiss niemand mehr, wer wann zugesagt hat.

Ein zentraler Pool macht aus Kontaktlisten ein Arbeitsinstrument. Mitarbeitende tragen ihre Verfügbarkeiten selbst ein, ändern sie bei Bedarf, und du siehst sofort, wer zu welchem Zeitraum überhaupt in Frage kommt. Dazu kommen hinterlegte Fähigkeiten, Sprachkenntnisse, Einsatzhistorie und Präferenzen.

Wie ein digitaler Pool im Alltag hilft

Nehmen wir einen typischen Samstag. Bei einer Roadshow fällt eine Kassenkraft aus. Im alten Ablauf telefonierst du deine „üblichen Verdächtigen“ ab. Im digitalen Ablauf setzt du Filter: heute verfügbar, Kassenerfahrung, Region passend, Bereitschaft für Tageseinsatz. Dann geht die Anfrage gezielt an die passenden Personen.

So sparst du nicht nur Zeit. Du schützt auch dein Stammpersonal vor blindem Daueranrufen. Wer oft unpassende Anfragen bekommt, antwortet irgendwann später oder gar nicht mehr.

Ein digitales System hilft auch bei gemischten Teams aus Festangestellten und Freelancern. Genau dort wird es heikel, weil Qualifikationen, Datenschutz und Lohnvorbereitung zusammenlaufen. Wer sehen will, wie sich solche Abläufe im Mitarbeiterpool beobachten lassen, findet im Beitrag zum Tracking im eigenen Mitarbeiterpool einen guten Praxisbezug.

Ein brauchbarer Pool ist nicht gross. Er ist aktuell, gefiltert und verlässlich.

Praktisch heisst das für deine Agentur:

  • Profile pflegen statt Namen sammeln: Lege pro Person Rollen, Dokumente und Einsatzarten an.
  • Selbstpflege zulassen: Verfügbarkeiten sollten nicht nur vom Büro angepasst werden.
  • Freelancer sauber markieren: Sonst vermischst du Anstellungsarten und erzeugst später Fehler bei der Vorbereitung für die Lohnseite.
  • Standby bewusst führen: Diese Gruppe braucht andere Kommunikation als der Rest des Pools.

Wenn du das einmal richtig aufsetzt, hörst du auf, bei jedem Event wieder bei null zu starten.

Effiziente Schichtplanung mit Vorlagen und Automatisierung

Sobald Rollen, Pool und Verfügbarkeiten sauber stehen, kommt der Teil, den viele zuerst sehen: der eigentliche Schichtplan. Hier verlieren Agenturen unnötig viel Zeit, weil sie wiederkehrende Abläufe jedes Mal neu bauen. Gerade bei Messen, Hochzeiten, Roadshows oder Stadionjobs ist das unnötig.

Eine Frau plant am Computer eine Hochzeit mit digitalen Schichtplänen für die verschiedenen Service-Teams des Events.

Vorlagen statt jedes Mal bei null anfangen

Nimm den Auf- und Abbau einer Messe. Die Struktur ist oft ähnlich. Frühe Materialannahme, Aufbaucrew, Standbetreuung, Abbau, Rücktransport. Wenn du dafür Vorlagen nutzt, musst du nicht jede Schicht neu anlegen, sondern passt Datum, Ort und Teamgrösse an.

Das entlastet nicht nur dein Dispo-Team. Es senkt auch die Fehlerquote. Eine Vorlage erinnert dich an Rollen, die sonst gern vergessen gehen, etwa Springer für Übergaben, Reserve am Empfang oder eine zweite Person für Materialwege in grossen Hallen.

Eine gute Vorlage enthält mehr als Start- und Endzeit:

  • Rollenbezeichnung und Bereich
  • benötigte Qualifikation
  • Treffpunkt und Ansprechpartner
  • Briefing-Hinweise
  • Regeln für Ersatzbesetzung

Gerade bei wiederkehrenden Einsätzen macht das einen grossen Unterschied. Du schickst keine halbfertigen Infos mehr raus, die später per Chat ergänzt werden müssen.

Automatische Zuweisung spart Rückfragen

Die eigentliche Stärke digitaler Planung liegt nicht nur in Vorlagen, sondern in der Verbindung mit deinem Personalpool. Wenn Schichten mit Anforderungen verknüpft sind, kann das System passende Personen nach Verfügbarkeit und Profil vorsortieren. Genau dort wird aus reiner Planung ein sauberer Workflow.

Die grösste Herausforderung liegt bei vielen Agenturen in der technischen und rechtlichen Einbindung von Freelancer-Pools, damit Qualifikationsfilter automatisch greifen, mobile Datenspeicherung DSGVO-konform bleibt und die Lohnvorbereitung nicht wieder in Handarbeit endet. Das wird im Beitrag über Eventpersonal und Freelancer-Pools in der Schweiz treffend beschrieben.

Wenn du sehen willst, wie so ein Ablauf in der Praxis wirkt, hilft dieses kurze Beispiel:

Eine Agentur plant jeden Monat mehrere Hochzeiten. Früher gingen Schichteinladungen per E-Mail raus, Bestätigungen kamen teilweise erst am Vortag, und Änderungen mussten einzeln nachgetragen werden. Mit Vorlagen und automatisierten Einladungen läuft derselbe Auftrag geordneter:

  1. Schichtvorlage „Hochzeit Service Abend“ wählen
  2. Ort, Datum und benötigte Rollen anpassen
  3. Passende Personen nach Profil und Verfügbarkeit auswählen
  4. Einladungen verschicken
  5. Zu- und Absagen automatisch im Plan übernehmen
  6. Erinnerungen vor Einsatzbeginn auslösen

Wenn du dafür ein Tool suchst, kann etwa job.rocks den Ablauf von Verfügbarkeitsabfrage, Zuweisung, mobiler Kommunikation und Übergabe an die Lohnvorbereitung in einem System abbilden. Entscheidend ist nicht der Name des Tools, sondern dass Schichtplanung, Mitarbeiterdaten und Rückmeldungen am selben Ort laufen.

Rechtssicherheit und Kostenkontrolle im Griff behalten

Viele Agenturen merken erst nach einem heissen Eventwochenende, dass gute Einsatzplanung mehr ist als Besetzung. Du kannst alle Schichten voll haben und trotzdem ein Problem bekommen. Nämlich dann, wenn Arbeitszeiten nicht stimmen, Ruhezeiten verletzt werden oder die Personalkosten aus dem Rahmen laufen.

Die Nichteinhaltung der maximalen 10 Stunden Arbeitszeit pro Tag und der 11 Stunden Ruhezeit führt oft zu Verstössen. Zugleich sollte die Personalkostenquote idealerweise zwischen 25 % und 40 % des Umsatzes liegen, damit die Marge der Agentur nicht kippt. Diese Angaben werden im Beitrag zur Mitarbeitereinsatzplanung in Events und Gastronomie genannt.

Eine Infografik über rechtliche und finanzielle Aspekte im Event-Personalmanagement mit vier wichtigen Schritten für Unternehmen.

Arbeitszeitregeln sind kein Nebenthema

Ein klassischer Fehler passiert bei mehrtägigen Produktionen. Freitag Aufbau bis spät. Samstag Event. Sonntag Abbau. Auf dem Papier sieht es nach gutem Teamgeist aus, wenn dieselben Leute alles stemmen. Rechtlich und organisatorisch ist das oft heikel.

Wenn jemand am Abend länger bleibt und am nächsten Morgen wieder früh startet, knallt das schnell in die Ruhezeit. Genau deshalb reicht eine hübsche Plantafel nicht. Du brauchst eine Zeiterfassung, die Abweichungen sichtbar macht, bevor sie zum Problem werden.

Wer Arbeitszeiten erst am Monatsende prüft, prüft zu spät.

Digitale Zeiterfassung hilft dir an drei Stellen:

  • Vor dem Einsatz: Du siehst, ob eine geplante Schicht überhaupt zulässig ist.
  • Während des Events: Späte Verlängerungen werden dokumentiert.
  • Nach dem Einsatz: Stunden landen sauber in der Vorbereitung für die Abrechnung.

Wenn du in gastro- oder hospitalitynahen Formaten unterwegs bist, lohnt sich auch ein Blick auf den L-GAV im Gastrobereich, weil dort viele Agenturen im Alltag über Einsatzzeiten, Zuschläge und Personalformen stolpern.

Kosten laufen sonst leise aus dem Ruder

Personalkosten eskalieren selten mit Ansage. Meist passiert es schleichend. Hier noch ein zusätzlicher Runner, dort eine verlängerte Schicht, irgendwo eine doppelte Besetzung „zur Sicherheit“. Wenn du das nicht laufend sichtbar machst, merkst du die Abweichung erst bei der Nachkalkulation.

Eine brauchbare Kontrolle im Alltag braucht keine komplizierte Finanzsprache. Sie braucht Sichtbarkeit.

BereichWas du laufend prüfen solltestTypischer Stolperstein
Schichtengeplante gegen geleistete Zeitenspontane Verlängerungen
Rollenteuer besetzte Rollen je EventteilÜberbesetzung in ruhigen Phasen
Reservetatsächliche Nutzung von SpringerkräftenReserve geplant, aber falsch verteilt
Lohnvorbereitungsaubere Übergabe der Stundenmanuelle Nachträge aus Chats

Beim Thema Arbeitsschutz und Unterweisungen fehlt in vielen Agenturen ebenfalls ein sauberer Unterbau. Wenn dir dafür praxistaugliche Vorlagen fehlen, sind die Hinweise in TAMS Arbeitsbedarf24 bietet Arbeitsschutz Vorlagen ein nützlicher Ausgangspunkt, gerade für Briefings vor Aufbau, Abbau oder Arbeiten in heiklen Bereichen.

DSGVO gehört an dieser Stelle ebenfalls auf den Tisch. Nicht als Formalität, sondern als Alltagsthema. Sobald du Freelancer-Daten mobil speicherst, Dokumente sammelst oder Qualifikationen in Apps verwaltest, brauchst du klare Zugriffsrechte, saubere Einwilligungen und nachvollziehbare Abläufe. Sonst wird aus einer schnellen Personallösung ein unnötiges Risiko.

Dein konkreter Rollout-Plan zur Optimierung

Der Wechsel von Excel zu einem professionellen Ablauf scheitert selten an der Software. Er scheitert daran, dass Agenturen alles auf einmal wollen oder nur halb umstellen. Beides endet im Frust. Entweder überfordert es das Team, oder du pflegst plötzlich zwei Systeme parallel und verdoppelst den Aufwand.

Ein brauchbarer Rollout ist nüchtern. Du nimmst einen Eventtyp, ein Kernteam und einen begrenzten Zeitraum. Dort räumst du erst die Stammdaten auf, definierst Rollen, baust Verfügbarkeiten sauber auf und ziehst erst dann die Schichtplanung nach.

Klassische Pufferrechnungen von 10 bis 15 % greifen in der Schweiz oft zu kurz, wenn keine flexiblen Reservekräfte vorhanden sind, die trotz der strengen 11 Stunden Ruhezeit legal einsatzbereit sind. Das wird im Beitrag zur Personalplanung für Events in der Schweiz sehr treffend benannt. Für deinen Rollout heisst das: Plane Reserve nicht nur als Zahl, sondern als tatsächlich verfügbare, rechtlich einsetzbare Gruppe.

Starte klein, aber nicht halbherzig

Ein guter Startpunkt ist ein wiederkehrendes Format. Etwa Messepersonal, Bankettservice oder Roadshows. Dort erkennst du schnell, ob dein Rollenmodell passt, ob der Pool sauber gepflegt ist und ob Schichtkommunikation wirklich ankommt.

Ein „Big Bang“ kann funktionieren, wenn du ein kleines Team und wenig Parallelgeschäft hast. In den meisten Agenturen ist ein gestufter Einstieg realistischer. Nicht, weil das vorsichtiger klingt, sondern weil du Fehler früher siehst.

Praktisch bewährt sich dieses Vorgehen:

  • Wähle einen Eventtyp mit Wiederholung: Dann kannst du Vorlagen aufbauen und direkt nachschärfen.
  • Benenne eine verantwortliche Person: Wenn alle zuständig sind, pflegt am Ende niemand sauber.
  • Verlagere erst die Verfügbarkeiten: Das ist oft der schnellste Hebel gegen Chat-Chaos.
  • Danach erst Schichten und Zeiten: Sonst planst du wieder auf unsauberer Datenbasis.

Fang nicht mit allen Sonderfällen an. Fang mit dem Standard an, der jede Woche weh tut.

Deine Checkliste für den Wechsel

Damit der Umstieg nicht in Diskussionen hängen bleibt, arbeite mit einer knappen Liste. Keine PowerPoint. Keine langen Workshops. Nur Punkte, die du wirklich abhaken kannst.

  1. Alle Rollen pro Eventtyp schriftlich festhalten
    Nicht als Sammelbegriff, sondern mit Aufgaben und nötigen Kenntnissen.

  2. Bestehende Personaldaten bereinigen
    Doppelte Kontakte, alte Nummern, unklare Rollen, fehlende Dokumente raus.

  3. Verfügbarkeitsprozess festlegen
    Wer trägt ein, wer prüft, bis wann gilt eine Rückmeldung als verbindlich.

  4. Freelancer und interne Kräfte trennen
    Nicht wegen Bürokratie, sondern damit Kommunikation und spätere Abrechnung sauber bleiben.

  5. Schichtvorlagen bauen
    Für die Formate, die am häufigsten wiederkommen.

  6. Zeiterfassung verbindlich regeln
    Ein- und Ausstempeln oder andere klare Erfassung. Kein Nachtragen aus dem Gedächtnis.

  7. Lohnvorbereitung testen
    Erst wenn Stunden sauber übergehen, ist der Workflow wirklich geschlossen.

Achte während des Rollouts nicht nur auf Stimmung, sondern auf klare Fragen aus dem Alltag. Werden Schichten schneller besetzt? Gibt es weniger Rückfragen? Kommen kurzfristige Änderungen geordneter durch? Muss das Büro weniger hinterhertelefonieren? Genau dort zeigt sich, ob deine neue Einsatzplanung trägt.


Wenn du deine Einsatzplanung in der Eventagentur von Verfügbarkeitsabfrage über Schichtplanung bis zur Lohnvorbereitung in einem durchgehenden Ablauf abbilden willst, schau dir job.rocks an. Die Plattform deckt genau diese Schritte ab und passt zu Agenturen, die mit flexiblen Mitarbeiterpools, Freelancern und wechselnden Eventformaten arbeiten.